Karl-Foerster-Garten - Stiftungsprojekt

Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. - 21 Projekte

Sanierung Karl-Foerster-Garten im Tierpark Berlin: Mit der Sanierung wird das Gelände in seinen Grundstrukturen – wie Treppen oder Belägen – saniert.

Der Tierpark Berlin ist wie kaum eine andere zoologische Einrichtung durch die Kombination von Flora und Fauna geprägt. Im Jahr 1821 gestaltete der Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné den damaligen Park vom Schloss Friedrichsfelde zu einem Landschaftsgarten um. Viele historische Landschaftsecken sind heute noch im Tierpark erkennbar. Dies ist vor allem dem Gründer vom Tierpark, Prof. Dr. Dr. Heinrich Dathe, zu verdanken, der mit viel Feingefühl die Tieranlagen in diesem Landschaftsgarten gestaltete.

Gleichzeitig wurden unter Heinrich Dathe neue botanische Oasen geschaffen. Heinrich Dathe war ein Bewunderer des Gartengestalters Karl Foersters (1874-1970). 1964 veröffentlichte er zum 90. Geburtstag Foersters einen Artikel, in dem er berichtete, wie es zur Entstehung des Karl-Foerster-Gartens im Tierpark Berlin kam:

„Kurze Zeit, nachdem ich begonnen hatte, in Berlin den Tierpark aufzubauen, wurde ich von meinen Mitarbeitern gedrängt, einmal nach Bornim zu fahren, um Dr. h.c. Foerster mitten unter seinen Blumen, seinen Stauden zu besuchen. Voller Erwartung fuhren wir hinaus, und wir waren so beeindruckt von Mensch und Werk, dass wir seither alljährlich zu ihm wallfahrteten, wie die Moslems nach Mekka. [….] Nicht lange nach der Eröffnung des Tierparks zeichnete uns Dr. Foerster durch seinen Besuch aus, und wenig später keimte in ihm die Idee auf, bei uns einen Stauden- und Sichtungsgarten [Schau- u. Sichtungsgarten] – von uns nun seit langem im dienstlichen Sprachgebrauch „Foerstergarten“ genannt – einzurichten. Seit einigen Jahren planen wir daran, und wir hoffen, dass wir bald diesen Lieblingswunsch unseres Jubilars in die Tat umsetzen können.“

Zehn Jahre später war es dann so weit. 1974 wurde der „Foerstergarten“ eröffnet. Auf einer Fläche von ca. 5.000 qm liegt er im westlichen Teil des Tierparks.

Die Gartenarchitektin Editha Bendig begann 1962 mit dem Entwurf, arbeitete eng mit Karl Foerster zusammen. Ursprünglich sollte der Garten doppelt so groß werden, wie die Fläche des Gartens heute tatsächlich beträgt. Entlang der schon vorhandenen Fasanerie sollte sich ein Schau- und Sichtungsgarten in westlicher Richtung erstrecken. Dort würden sämtliche Neuerungen und spezielle Sorten von Stauden wie Astern, Helianthus, Phlox und Delphinium verwendet und dem Besucher vorgestellt werden.

Nun soll der Karl-Foerster-Garten saniert werden. Hierbei geht es vordergründig um die Erhaltung und Erweiterung der Grundstrukturen des Foerster-Gartens. Mit der Sanierung ab Herbst 2020 wird das Gelände in seinen Grundstrukturen – wie Treppen oder Belägen – saniert. Besonders züchterische Erfolge Foersters aus dem Bereich Gräser werden einen weiteren Teil der Investitionen darstellen. In Anlehnung an den 1957 erschienenen Klassiker Foersters: „Einzug der Gräser und Farne in die Gärten“ wird der Besucher dann eingeladen, Platz zu nehmen und sich an den Neuerungen zu erfreuen.

 

Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.

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