Hilfe in der Corona-Krise

Andheri Hilfe e.V. - 7 Projekte

In Indien hat sich in der Corona-Krise eine Notsituation nie gekannten Ausmaßes entwickelt und deshalb müssen wir aktiv werden. Bitte helfen Sie uns dabei!

 

Sicher haben auch Sie die Bilder im Fernsehen gesehen, wie ärmste Menschen in Indien mit ihren Kindern auf dem Arm und einem Bündel Habseligkeiten zu Tausenden von den Städten unterwegs sind in Richtung ihrer Heimatdörfer; zu Fuß, hungrig, durstig, erschöpft. Der „Feind“, vor dem diese Menschen in Indien flüchten, heißt nicht etwa „Corona-Virus“, wie man in diesen Zeiten annehmen könnte. Er heißt HUNGER.

Am 24.03. wurde indienweit eine Ausgangssperre (Lockdown) vorläufig bis zum 14.04. verhängt - eine Extremsituation unvorstellbaren Ausmaßes im zweitbevölkerungsreichsten Land dieser Erde. 

Am härtesten hat es bereits die ärmste Bevölkerung getroffen, die zudem kaum Zugang zu einer umfassenden Bildung, Hygiene und Gesundheitsaufklärung hat. Die Menschen, die sich im informellen Gewerbe gerade noch über Wasser gehalten haben - Wanderarbeiter,  Lastenträger, Hausangestellte, Straßenverkäufer oder Rikschafahrer - sind nun ihrer Existenz beraubt. Massenhaft haben sie sich zu Fuß auf den Weg von den Städten zu ihren Heimatdörfern gemacht, da Bus- und Bahnverkehr eingestellt wurden. Ihr Zuhause liegt in vielen Fällen hunderte Kilometer weit entfernt.

Um die Corona-Ausbreitung zu verhindern, werden sie nun teilweise in eilig von der Regierung eingerichteten Camps notversorgt. Die Situation in den Slums (hier leben 25-40% der Einwohner_innen indischer Großstädte) spitzt sich aktuell weiter dramatisch zu. Die Wasserversorgung ist vielerorts nicht gesichert. Im Zuge des Lockdown wurden die öffentlichen Toiletten geschlossen.

Für die Bedürftigsten hat die indische Regierung bereits Unterstützung in Form von Hilfspaketen mit Nahrung und überbrückenden Einkommen zugesagt. Unterdessen bewirkt der harte Lockdown, dass Hilfslieferungen nur sehr schleppend bei den Notleidenden ankommen. Viele der Ärmsten sind zudem nicht registriert, finden somit keine Berücksichtigung.

Ein weiteres Problem der Ausgangssperre ist der eingeschränkte Nachrichtenfluss. Falschmeldungen über die Verbreitung des Corona-Virus zirkulieren über Messenger-Dienste, die nicht selten in schweren Anfeindungen gegenüber muslimischen oder aus dem Ausland eingereisten Überträgern münden.
 

Unsere Partner sind Hoffnungsträger

In dieser extremen Notsituation sind unsere Partnerorganisationen oftmals die wichtigsten Ansprechpartner für die Menschen, die von anderer Seite nicht erreicht werden, z.B. weil sie nirgendwo registriert sind. Sie helfen ihnen wenn irgend möglich, die Regierungshilfen zu erhalten. Sie mobilisieren lokal Spenden, organisieren und verteilen Lebensmittel, teilweise auch gekochte Mahlzeiten für die Menschen auf der Straße. Sie versuchen zu helfen, wenn Menschen ihre lebenswichtigen Medikamente nicht mehr bekommen. Selbsthilfegruppen, in unseren Projekten aufgebaut, kümmern sich um die Ärmsten in ihren Dörfern und Slums. Und doch reicht all dies bei weitem nicht aus: Millionen Menschen hungern! Sie haben weniger Sorge, am Corona-Virus zu erkranken. Sie haben Sorge zu verhungern.

Diesen Menschen gilt unsere Soforthilfe!

Wir bitten Sie daher herzlich um Ihre großzügige Spende mit dem Stichwort: „Hilfe in der Corona-Krise“.

Andheri Hilfe e.V.

7 Projekte aktiv

Hilfe zur Selbsthilfe in Indien und Bangladesch. Die ANDHERI HILFE e.V. ist eine unabhängige und anerkannte Organisation der Entwicklungszusammenarbeit.

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