Spende Artenschutz Uganda-Giraffe

Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. - 16 Projekte

Sie war einst vom Westen Kenias über den Süden Sudans bis nach Uganda verbreitet. Durch Veränderungen des Lebensraums hin zu landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden in Kenia alle wildlebenden Uganda-Giraffen-Populationen ausgerottet.

Berlin, Deutschland
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Die seltene Uganda-Giraffe ist die größte Giraffen-Unterart und erinnert vom Aussehen an die Netzgiraffe. Die Männchen können eine Körperhöhe von bis zu 5,6 Metern erreichen, in Ausnahmen sogar bis zu 6 Metern. Weibchen sind mit 4 bis 4,5 Metern kleiner und leichter als die Männchen. Das Gewicht einer ausgewachsenen Giraffe liegt zwischen 550 und 1980 Kilogramm.

Die Fellzeichnung der Uganda-Giraffe zeichnet sich durch große, unregelmäßig geformte Flecken von kastanienbrauner Farbe aus. Zwischen den Flecken befinden sich breite, schwach abgegrenzte beigefarbene Linien.

Sie war einst vom Westen Kenias über den Süden Sudans bis nach Uganda verbreitet. Durch Veränderungen des Lebensraums hin zu landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden in Kenia alle wildlebenden Uganda-Giraffen-Populationen ausgerottet, so dass diese Giraffenunterart dort heute nur noch in umzäunten Schutzgebieten und privaten Parks zu finden ist, in denen sie wiederangesiedelt wurde. Ein natürlicher genetischer Austausch kann dort nicht mehr stattfinden. Der Bestand im Süden Sudans ist aufgrund der politischen Verhältnisse ungewiss, es ist jedoch davon auszugehen, dass sie dort ebenfalls ausgerottet wurde.

So gibt es allein in Uganda eine kleine Population von ca. 240 Individuen, die im Murchison Falls Nationalpark lebt. Die Gesamtpopulation in freier Wildbahn wird auf weniger als 670 Tiere geschätzt.

Obwohl die Uganda-Giraffe in Menschenobhut relativ häufig ist (in Europa ca. 350 Tiere) gibt es bislang keine einzige wissenschaftliche Untersuchung dieser Tiere in Uganda.

Im Tierpark Berlin halten wir derzeit eine Herde von Uganda-Giraffen. Dass auch im natürlichen Lebensraum verschiedene Einzel-Populationen nicht größer sind, veranschaulicht gut, wie stark diese Unterart bedroht ist.

Um die letzten Uganda-Giraffen effektiv schützen zu können, ist in Kooperation der Uganda Wildlife Authority und der IUCN SSC Giraffe & Okapi Specialist Group mit Unterstützung der Giraffe Conservation Foundation, der African Wildlife Foundation und dem Uganda Wildlife Education Center ein Forschungsprojekt im Murchison Falls Nationalpark ins Leben gerufen worden, welches zunächst zwei Jahre andauert, im Anschluss jedoch in ein Langzeitprojekt überführt werden soll.

Das Projekt dient der ersten wissenschaftlichen Bestandserfassung der Uganda-Giraffen in Uganda. Es werden DNA-Proben zur genetischen Analyse gesammelt und es werden die ökologischen Bedürfnisse der Uganda-Giraffe erforscht, um weitere Gebiete für Wiederansiedlungsprojekte ausfindig machen zu

können. Mit den gesammelten Erkenntnissen wird eine nachhaltige Schutzstrategie für die Uganda-Giraffe in Uganda entwickelt. Dieses Projekt braucht dringend finanzielle Unterstützung.

Weitere Informationen:
http://www.freunde-hauptstadtzoos.de/artenschutz/uganda-giraffen

 

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